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Italien und die Deutsche Frage

3. Februar - 18:00 - 20:30

5€

mit Buchvorstellung

Gemeinschaftsprojekt der „“Europagespräche““ des Instituts für Geschichte der Uni Hildesheim

Dr. Deborah Cuccia, Genua / Universität Hildesheim

In Kooperation mit der Volksbank Hildesheim und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft“

Die Äußerung des italienischen Regierungschefs Giulio Andreotti, es gebe zwei deutsche Staaten, und zwei müssten es bleiben, hatten die deutsch-italienischen Beziehungen bereits im September 1984 negativ berührt. Ende November 1989 äußerte sich der italienische Christdemokrat nochmals ähnlich. Diese Stellungnahmen prägten klischeehaft und verkürzt das Bild von Italiens Haltung zur deutschen Einigung von 1990. Dies war jedoch nichts anderes als eine schlagartige Momentaufnahme. Italiens Reaktionen waren komplexer und umfassender als die seines Regierungschefs. Es war ein zentrales Anliegen dieses Projekts, die verschiedenen Phasen der Entwicklung vom Herbst 1989 bis zur deutschen Einheit 1990 zu beleuchten, aber auch die Vorgeschichte vom Ende der 1970er bis in die 1980er Jahre einzubeziehen, wobei es nicht nur um das „offizielle“ staatliche, sondern auch um das „inoffizielle“ Italien ging. Dabei war neben Diplomatie auch auf die Journalistik, den Parlamentarismus, das Parteienspektrum, die Schriftsteller und Wissenschaft in einem umfassenden Mehrebenen-Exkurs einzugehen. Es handelte sich hierbei um keine rein bilaterale Geschichtsbetrachtung, sondern um eine Mehrebenen-Darstellung – zwischenstaatliche, kulturpolitische sowie medienspezifische und multinationale Ebene – die dem Ziel verfolgte, neue Einblicke in die Ambivalenzen des zu Ende gehenden Kalten Kriegs in Europa im Allgemeinen und der deutsch-italienischen Beziehungen im Besonderen zu öffnen.

Dr.phil.Deborah Cuccia – Geboren in Florenz

Studium und wissenschaftlicher Werdegang

2002: Abitur am Humanistischen Gymnasium „Dante Alighieri“ in Florenz
2002-2005 Università degli Studi di Firenze, B.A. in Fremdsprachen und
Literaturen (erstes Hauptfach Romanistik)
2005-2008 Università degli Studi di Firenze, B.A. in Internationalen
Studien (Erstes Hauptfach Geschichte, mit Schwerpunkt Zeitgeschichte und
Geschichte der Internationalen Beziehungen)
2008-2010 Università degli Studi di Firenze, M.A. in Internationalen
Beziehungen (Erstes Hauptfach Geschichte, mit Schwerpunkt Geschichte der
Internationalen Beziehungen und Geschichte der Europäischen Integration)
2008: Studienaufenthalt an der Université de Perpignan Via Domitia
(UPVD), Perpignan, Frankreich
2010: Arbeit bei der Zeitschrift, Imago Europae, Florenz, Redaktion im
Bereich Geschichte/Kultur/Europa und Politische Bildung
2011-2012: Università degli Studi di Firenze, Postgraduierter
Studiengang in „International Careers“
2012-2018: Selbstständige Tätigkeit als Übersetzerin, Dolmetscherin und
Sprachlehrerin
2014-2017: Università degli Studi di Firenze – Stiftung Universität
Hildesheim (co-tutelle), Promotion in Zeitgeschichte.
2017-2018: Dozentin für Fremdsprachen an der Schule „Leonardo da Vinci“,
Florenz
Seit 2019: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte
der Stiftung Universität Hildesheim

Schwerpunkte in Forschung und Lehre
Vergleichende Europäische Neueste Geschichte und Zeitgeschichte,
Geschichte der Europäischen Integration, Deutsch-italienische
Beziehungen, Mittelmeerstudien, Regionalgeschichte in Mitteleuropa,
Geschichte der Internationalen Beziehungen nach 1945

Preise & Auszeichnungen
2011 Leistungsstipendium der Region Toscana
2013-2016 Doktoratsstipendium der Universität Florenz
2014 Stipendiatin des Goethe Instituts
2016 Stipendiatin des DAAD

Ausgewählte Publikationen

– Verso una Ostpolitik europea I, in: Imago Europae IV 10, 2010
– Verso una Ostpolitik europea II, in: Imago Europae IV 11-12, 2010
– Italien und die deutsche Einheit 1989-1990, in: Michael
Gehler/Maximilian Graf (Hrsg.), Europa und die deutsche Einheit:
Beobachtungen, Entscheidungen und Folgen, Göttingen 2017
– The Genscher-Colombo Plan: A Forgotten Page in the European
Integration History, in: Journal of European Integration History 24 (1),
2018, S. 59-78
– There are two German states and two must remain? Italy and the long
path from the German question to the Re-unification, Reihe Historische
Europa-Studien: Geschichte in Erfahrung, Gegenwart und Zukunft,
Hildesheim – Zürich – New York, 2019
– unter Mitarbeit von, Akten zur Südtirol-Politik 1945-1958: Ringen um
erstes Autonomiestatuts und Optantendekret 1947/48, Innsbruck 2020
– The European Common House: The Soviet Prescription for Reshaping
Europe, in Michael Gehler/ Wilfried Loth (Hrsg.), Reshaping Europe.
Political, Economic and Monetary Union, Baden-Baden (im Druck)
– 1984: Un “Annus Horribilis” per Italia e Germania?, in: Ventunesimo
Secolo (wird demnächst veröffentlicht).

Details

Datum:
3. Februar
Zeit:
18:00 - 20:30
Eintritt:
5€
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Riedelsaal der VHS
info@vhs-hildesheim.de / Pfaffenstieg 4
Hildesheim,31134Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
05121/9361-0
Website:
www.vhs-hildesheim.de