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Automeile

Gepostet am Jan 10, 2017 von in Jährliche Programmhöhepunkte | Keine Kommentare

Automeile

ort
Marktplatz,
31134 Hildesheim

 

telefon

0 51 21 / 17 98 100

 

 

 

uhr

06. – 07. Mai 2017

10 bis 18 Uhr

verkaufsoffener Sonntag:
13 bis 18 Uhr

 

euro

kostenlos

 

(Stand 2017)

Na Logo – was bedeuten die Logos der Autohersteller?

Alfa Romeo

Alfa steht für Anonima Lombarda Fabbrica Automobili, was so viel wie „Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik“ heißt. 1915 übernahm die Rüstungsgesellschaft Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co unter Leitung des Ingenieurs Nicola Romeo die Führung des Betriebs. Daher stammt der zweite Teil des Markennamens Alfa Romeo. Die linke Hälfte des Logos entspricht dem Stadtwappen Mailands, welches an das Kreuz Christi erinnern soll und die Farben der Bürger (rot) und der Bauern (weiß) vereinigt. Als Alfa 1925 den ersten Weltmeistertitel holte, wurde aus Stolz ein Lorbeerkranz um das Zeichen herumgeführt.

Audi

Der Firmenname ist ein Wortspiel. August Horch hatte das von ihm gegründete Unternehmen Horch verlassen. Für seine neue Firma übersetzte er seinen Nachnamen einfach ins Lateinische: Audi. Und was die vier Ringe betrifft: 1932 erfolgte der Zusammenschluss der vier Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG – alles klar?

Citroen

Der Name der Marke Citroen leitet sich von Firmengründer Andre Citroen (1878-1935) ab. 1900 erwarb er das russische Patent für eine Maschine, die es erlaubt, Verzahnungen in Form von Doppelwinkeln herzustellen. Andre Citroen gründete zunächst eine Getriebe-Werkstatt. Die dort gefertigten Zahnräder mit Winkelverzahnung („Doppelwinkel“) wurden zum Markenzeichen des Unternehmens Citroen und sind in stilisierter Form auch heute noch das Symbol des Unternehmens.

Daihatsu

Das Daihatsu-Logo zeigt ein stilisiertes „D“ in einer Ellipse. Der Name setzt sich aus dem Ort „Osaka-Dai“ und der japanischen Bezeichnung für Motorenwerk („Hatsudoki“) zusammen.

Honda

Kann man drauf kommen: Das H im Honda-Logo ist der Anfangsbuchstabe der Firma Honda. Der Rahmen um den Buchstaben setzt sich aus drei Symbolen zusammen, die sich überall im Leben wiederfinden. Ein Rechteck für die Verlässlichkeit und Beständigkeit einer Firma, ein Kreis für die Harmonie und Perfektion der Menschen und ein Dreieck für Innovationen.

Hyundai

Bei Hyundai gibt es keine komplizierte Herleitung des Firmennamens: Hyundai ist das koreanische Wort für „modern“. Und wer sich das Logo anschaut merkt schnell, dass es auch dafür keine außergewöhnliche Erklärung braucht.

Mazda

Eine altpersische Gottheit des Lichts heißt Ahura Mazda – was nun wiederum zufällig wie der Name des Firmengründers Jujiro Matsuda im Japanischen ausgesprochen wird: Mazda eben. Weil Renault einst wegen zu großer Ähnlichkeit der Logos klagte, legte sich das Unternehmen ein anderes Markenzeichen zu: das bekannte Schwingenpaar, Spitzname: Adler. Das ausgeprägte V in der Mitte steht für die Flügel. Der äußere Kreis symbolisiert die Erde.

Mercedes-Benz

Der Name von Mercedes Jellinek, der Tochter des Geschäftsmanns Emil Jellinek, der 1900 36 Fahrzeuge bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) bestellte, stand Pate. Der Stern soll angeblich nach dem Willen von Daimler die motorisierte Fortbewegung zu Lande, zu Wasser und in der Luft darstellen.

Mitsubishi

Ganz einfach: Das Firmenlogo zeigt drei Rauten, von denen sich auch der Firmenname (japanisch „mitsu“ bedeutet drei und „bishi“ bedeutet Raute) ableitet.

Opel

Der Blitz im Radkreis steht für Tempo. Ursprünglich stand anstelle des Blitzes ein stilisierter Zeppelin. 1899 entstand das erste Opel-Automobil.

Peugeot

Die Brüder Jean-Pierre und Jean-Frederic Peugeot bauten 1810 das Unternehmen „Peugeot Freres“ zunächst als Fabrik für Kaltwalzstahl auf. Später produzierten sie dort Werkzeuge wie Metallsägen und Sägeblätter. Da musste also ein Symbol her, das die Robustheit der Sägezähne, die Sägegeschwindigkeit sowie die Geschmeidigkeit der Sägeblätter verkörpert. Das Unternehmen entscheidet sich für den Löwen, der fortan als Markenzeichen die Sägeblätter der Franzosen ziert – und bis heute noch die Wagen.

Skoda

Die Farbe Grün symbolisiert die Eigenständigkeit der Marke und zugleich die Verpflichtung zu umweltfreundlicherer Produktion. Der äußere Kreis steht für die Globalisierung. Der Flügel steht für den technischen Fortschritt, der Pfeil für die modernen Produktionsmethoden und der Kreis im Flügel, das Auge, steht für Präzision und Weitblick. Auf einer Amerikareise um 1910 wurde der Ingenieur Emil Skoda von einem Indianer begleitet. Danach zierte eine Fotografie des Indianers mit einem prachtvollen Federschmuck Skodas Büro. Das war die Grundlage für das erste Logo mit dem geflügelten Pfeil.

Toyota

Das Logo mit den drei miteinander verbundenen Ellipsen hat Firmengründer Kiichiro Toyoda 1937 selbst entworfen. Die zwei kleinen Ellipsen stehen für das „T“ und symbolisieren das Herz des Autos und das Herz des Kunden. Alle drei Ellipsen ergeben zusammen die Firmenphilosophie Toyotas: das Streben nach Kundenzufriedenheit, Innovation und Qualität.

VW

Der Begriff „Volkswagen“ war zu Beginn des letzten Jahrhunderts weit verbreitet für kleinere, erschwingliche Fahrzeuge. Am 28. Mai 1938 erfolgte in Berlin die Gründung der „Gesellschaft zur Vorbereitung eines Deutschen Volkswagens mbH“, die im September 1938 in „Volkswagenwerk GmbH“ umgetauft wurde. Der Ursprung des VW-im-Kreis-Zeichens geht zurück in die frühen Jahre der Volkswagenwerk GmbH. Ein Porsche-Mitarbeiter soll einfach die Buchstaben V und W (für Volkswagen) übereinander geschrieben und dann einen Kreis um beide gezogen haben.

Fotogalerien

Abgefahren: Mein erstes Auto

Der Motor röhrt, der Auspuff klappert, der vierte Gang klemmt regelmäßig – und wirklich schön anzusehen ist es auch nicht. Aber egal: Mag das erste Auto noch so eine Schrottlaube sein, für seinen stolzen Besitzer ist es immer etwas Besonderes.

Die HAZ hatte ihre Leser deshalb aufgefordert, von ihren ersten Autos zu erzählen. Natürlich gab es auch etwas zu gewinnen: Die schönste Geschichte sollte mit einem ganz speziellen Wochenende belohnt werden: Einer Spritztour in einem Fiat 500 Cabriolet, gesponsert vom Autohaus Herrmann.

Wolfgang Schüller

Wir schreiben das Jahr 1958 und ich war 21 Jahre alt und konnte mir meinen ersten eigenen Wagen leisten. Natürlich war ich stolz wie Bolle und musste auch seinerzeit schon etwas länger auf mein Fahrzeug warten – es war ein Karman Ghia.

BU: Harz-Heide-Fahrt am 2. bis 3. März 1963, mit Wertung für die Norddeutsche Automobilmeisterschaft und die Sportabzeichen des ADAC, AvD und DMV (Bild links)

„Stolz wie Bolle“

Wir schreiben das Jahr 1958 und ich war 21 Jahre alt und konnte mir meinen ersten eigenen Wagen leisten. Natürlich war ich stolz wie Bolle und musste auch seinerzeit schon etwas länger auf mein Fahrzeug warten – es war ein Karman Ghia.

Da ich natürlich immer gerne schnell unterwegs war, lud ich ich meinen Freund Gerd Schneevoigt ein und fuhr mit ihm an die Ostsee. Doch plötzlich kam von hinten ein weitaus stärkeres Auto der Marke Mercedes angebraust, schoss an uns vorbei – wir kamen uns vor, als wenn wir standen.

Doch plötzlich trauten wir unseren Augen nicht: in dem Wagen saßen meine Eltern, auf den Rücksitzen saßen meine Großeltern und meine jüngere Schwester Gudrun. Sie drehten die Fensterscheiben runter und winkten uns ganz cool zu. Dann drehte sich meine kleine Schwester auf dem Rücksitz nochmal um und grinste ganz hämisch.

Von da an war es für mich klar: der Wagen musste verkauft werden – mein Ego war am Boden. Zu dieser Zeit suchten die Amerikaner gerade diesen Wagentyp und ich ergriff die Möglichkeit den Wagen dorthin zu einem sehr guten Preis zu verkaufen, wobei ich keinen Verlust machte, und brachte ihn nach Bremerhaven, wo er dann verladen wurde in die USA.

Einige Jahre später fuhr ich mit meinem Freund dann Rallye, wieder mit VW – dieser begleitete mich dann noch viele schöne Jahre und fuhr mit mir von Erfolg zu Erfolg. Die schönen Erinnerungen bleiben – auch wenn ich mich mit meinem Freund noch heute treffe, sprechen wir gerne über alte Zeiten.

Albrecht Breymann

1959, vor 52 Jahren, hatte ich mir im Alter von 20 Jahren in Hannover von einem KFZ Mechaniker mein erstes Auto, einen Ford Eifel Roadster- Cabrio für genau, sage und schreibe DM 750,00 gekauft. Das Auto war zu der Zeit schon 1 Jahr älter als ich.

 

 

23. Besitzer des Autos

1959, vor 52 Jahren, hatte ich mir im Alter von 20 Jahren in Hannover von einem KFZ-Mechaniker mein erstes Auto, einen Ford Eifel Roadster- Cabrio für genau, sage und schreibe 750 Mark gekauft. Das Auto war zu der Zeit schon ein Jahr älter als ich, der damalige Besitzer, Baujahr 1938, und war in der Original Farbe  rot – schwarz lackiert und in einem sehr guten, sowie auch fahrbereiten Zustand.

Als mir damals die KFZ-Papiere übergeben wurden, staunte ich sehr über den KFZ–Brief mit einer ein Meter langen  Allonge, denn nun stellte ich fest, das ich inzwischen schon der 23. Besitzer dieses Autos war. Es waren Namen von bekannten Unternehmersöhnen aus Seesen, Ärzten aus der Harzregion, Mechaniker, sowie Sporttrainer usw. Doch seinerzeit war ich überglücklich mit diesem Ford Zweisitzer Roadster Cabrio, und stellte diesen, doch auch schon in die Jahre gekommenden Wagen, am nächsten Wochenende meinen Eltern und Freunden erstmals in Söhlde vor.

Im Nachbarort war Schützenfest und alle Freunde wollten natürlich mitfahren, auch das wurde noch seinerzeit ermöglicht. Auf der eigentlichen zweisitzigen Bank war auch bei damals noch schlanken Burschen wie wir waren, für drei Platz, dahinter saßen wieder drei auf der Karosse und ließen ihre Beine hinter der Sitzbank baumeln und der Siebente, sowie der Jüngste und Kleinste meiner damaligen Freunde, kam für die kurze Fahrt in den Kofferraum, der zu der damaligen Zeit noch nach vorne zur Sitzbank offen war und wir hatten dadurch ständigen Kontakt.

Von einer weiteren Episode kann ich berichten:

Wir waren an einem Sonntag zu zweit ins Weserbergland gefahren und auf der Rückfahrt fing im Wald bei Eschershausen-Grünenplan mit einem mal der Motor ohne Gas zu geben, laut aufzuheulen und lief ständig auf Vollgas! Was war zu tun? Schnell legte ich den 2. Gang ein und fuhr mit schleifender Kupplung und Bremse bis in das nächste Dorf, wo eine ARAL-Tankstelle war. In der Hoffnung hier einen KFZ-Bediensteten anzutreffen war voll fehlgeschlagen, denn der Tankwart war Tischlermeister und hatte von Autos überhaupt keine Ahnung! So griff ich zur Selbsthilfe, suchte nach dem Fehler und stellte dann auch gleich fest, das der Vergaserstutzen zum Zylinderkopf abgebrochen war. Jetzt erbat ich mir vom Tischler etwas Kitt und Draht und somit wurde alles wieder notdürftig repariert. Es war auch immer noch nicht 100% aber bis nach Haus sind wir dann mit viel Aufsehen und Spektakel doch noch gekommen.

Es gab noch so viele, viele kuriose Erlebnisse, denn vor 50 Jahren habe ich auch meine heutige Ehefrau in diesem Ford Roadster von einem Schützenfest nach Hause gefahren, obwohl sie sich nie so recht für mein Auto begeistern konnte. Nach vier Jahren habe ich das Auto auf dem Heimweg von Hannover nach Söhlde auf dem Messeschnellweg an einen Siemens Ingenieur für 3.000 Mark wieder verkaufen können! Wie ich nun um das Jahr 2000 Rentner wurde, waren meine Gedanken immer bei dem damaligen Ford-Eifel, ob dieser Oldtimer wohl noch existiert? Nach mehreren Versuchen im Internet  waren diese aber ergebnislos. Sogar Fahrten von Angeboten bis nach Aachen und Krefeld blieben unbefriedigt. Erst eine Annonce in einer Oldtimer Zeitschrift hatte Erfolg und 2006 habe ich wieder den fast gleichen Ford Eifel Roadster von 1938 also über 70 Jahre alt, in Kassel-Lohfelden erwerben können und habe mit meiner Frau schon viele schöne Ausfahrten mit dem Oldtimer gemacht.

Albrecht Breymann landet auf dem ersten Platz

Nach einigen Wochen stand der Sieger fest: Albrecht Breymanns Anekdote von seinem Ford Eifel Roadster Cabrio gefiel der Jury am besten. Mit strahlendem Gesicht nahm der 72-Jährige aus Söhlde im Autohaus Schünemann nun seinen Preis von Geschäftsführer Rudolf Schünemann entgegen – Schünemanns Frau Silke-Maria ist die Geschäftsführerin des Sponsors, des Autohauses Herrmann in Alfeld. Wohin es gehen sollte, wusste Albrecht Breymann sofort. „Mit dem Wagen fahren wir meinen Sohn in Peine besuchen. Der weiß noch gar nichts von dem Gewinn – der wird vielleicht Augen machen“, erzählte der Rentner mit verschmitztem Lächeln. Der 72-Jährige ist ein echter Autonarr. Sechs Oldtimer stehen in seiner Garage. Zu seinen Lieblingen zählen ein Ford Tin Lizzy, Baujahr 1914 – und natürlich auch ein Ford Eifel Roadster Cabrio, das er nach jahrelanger Suche bei einem Händler in Kassel gefunden hatte. „Der sieht fast so wie mein erstes Auto aus“, so Breymann. Das brachte auch Rudolf Schünemann zum Schmunzeln: „Sein erstes Auto vergisst man eben nie.“

Eckart Nieselt

Mein erstes Auto, ein Ford 17 M „de luxe“, schwarz, viel Chrome und Weißwandreifen, kostete 4.000 DM und war für damalige Verhältnisse ein wahres Luxusauto.

 

BU: Bilder aufgenommen im Hof hinter der Volksbank in Söhlde

„Die mehrmalige Hochzeitskutsche“

Mein erstes Auto, ein Ford 17 M „de luxe“, schwarz, viel Chrome und Weißwandreifen, kostete 4.000 DM und war für damalige Verhältnisse ein wahres Luxusauto.

Ich bin Anfang Januar 1962 zur Bundeswehr nach Stade eingezogen worden. Am 17. Februar 1962 begann die Flutkatastrophe. Da versprach mir mein Vater, sollte ich diese Katastrophe überstehen, ein Auto. (Auch unter uns Soldaten gab es Tote!). Gedacht war an einen Kleinwagen (BMW Isetta, NSU Prinz oder Borgward Arabella).

Die Aufräumungsarbeiten im Alten Land zogen sich bis Mitte März 1962 hin, danach gab es für 36 Stunden „Katastrophenurlaub“. Als ich in Söhlde eintraf, stand dort ein Auto. Ich konnte es nicht glauben. Das sollte meiner sein? Er war es!

Nach meiner Versetzung nach Göttingen war dieser Wagen in der „Ziethenkaserne“ wohlbekannt – ich brauchte keinen Ausweis, der Schlagbaum ging sofort hoch.

Einige meiner Kameraden, die in meiner Dienstzeit heirateten, baten um meine „Hochzeitskutsche“. Das schönste aber war, das mein „Mäxchen“ im August 1964 auch meine „Kutsche“ wurde.

Viele Reisen nach Tirol, Kärnten Mosel oder Ostsee hat er ohne Murren überstanden und auch der schneereiche Winter 62/63 hat er (auch ohne Winterreifen, die gab es damals, glaube ich, noch nicht) überlebt. (Söhlde war in diesem Winter eine Woche von der Außenwelt abgeschnitten).

1966 mußte ich „Mäxchen“ schweren Herzens hergeben und verkaufen.

Franz Trümper

Mein erstes Auto: Ein Goliath! Grün, Gross, Schwer! Zirka 10 Jahre alt. 1960 für 500,00 DM vom Autofriedhof gekauft. Es war schon ein Kombi!  Zweizylinder Zweitakt, 24 PS.

„Grün, Gross, Schwer!“

Beschreibung einer Fahrt von Östrum nach Schulenburg. Besetzt mit 5 Personen, mochte der Goliath den 4. Gang nicht, jede kleine Erhebung wurde wahrgenommen und er hat 100 km/h nie erreicht!

Wir haben Ihn trotzdem geliebt!!!

Christian Flemming

Ein DKW-Meisterklasse (oder Reichsklasse?) war mein erstes Auto. Kaufpreis im Januar 1958 = 500 DM. Ich leistete zu dieser Zeit meine beiden Vorsemester an der Bergvorschule Ibbenbüren im Kohlebergbau.

 

„Ein Jahr älter als ich!“

Ein DKW-Meisterklasse (oder Reichsklasse?) war mein erstes Auto. Kaufpreis im Januar 1958 = 500 DM. Ich leistete zu dieser Zeit meine beiden Vorsemester an der Bergvorschule Ibbenbüren (Bergschule Clausthal)im Kohlebergbau. Die Aufnahme entstand im Februar 1958. Das Auto hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 22 Jahre auf dem Buckel, war also ein Jahr älter als ich.

Der DKW hatte eine 3-Gang-Revolverschaltung und der 3. Gang sprang immer raus. Mit einem Weckglasgummi befestige ich ihn an einem Knopf des Handschuhfachs. Der Zug war stark genug den Gang zu halten und gleichzeitig flexibel um zu schalten können.

Lange dauerte die Freude am ersten Auto nicht. Nach einem halben Jahr musste ich ihn wegen Getriebeschaden einem Autoverwerter zum Preis von 100 DM überlassen.

Harry Schultz

Anno 1961 brauchte ich dringend ein Auto, weil ich von Hildesheim nach Lehrte dienstlich versetzt wurde. Billig musste es sein! Da sah ich ein knallrotes Goggo Coupe mit weißem Dach – für sage und schreibe 600 DM.

„Billig musste es sein!“

Anno 1961 brauchte ich dringend ein Auto, weil ich von Hildesheim nach Lehrte dienstlich versetzt wurde. Billig musste es sein! Da sah ich ein knallrotes Goggo Coupe mit weißem Dach – für sage und schreibe 600 DM. Wahnsinnige 400 ccm und 20 PS. Der sollte es sein! Also wurden alle Reserven zusammengekratzt und das „Auto“ gekauft.

Was ich noch nicht kannte, war auf der Hutablage ein Benzinhebel für den Reservetank. Der sollte noch sehr wichtig sein. Stolz machte  ich mit meinem besten Kumpel Dieter die Jungfernfahrt. Allerdings kamen wir nicht einmal bis zur Tankstelle „Pliefke“, da der Tank leer war und auch die Reserve. Nur gut, dass das Goggochen leicht war und mein Kumpel stark. (Hinter dem Auto zu sehen!) Er schob mich bis zur Tankstelle und ich konnte mein Auto mit „Gemisch“ auffüllen. Aber erst den Benzinhebel auf zu stellen und dann vor Fahrtantritt öffnen. Das passierte mir nie wieder!

Heinz Riechers

Vergehen gegen TÜV-Bestimmungen sind nach 30 Jahren lange „verjährt“, aber im nachhinein wird mir immer noch schwummerig, wenn ich an die technischen Änderungen meines BMW 700 Cabrios denke.

 

BMW 700 Cabrio

Vergehen gegen TÜV-Bestimmungen sind nach 30 Jahren lange „verjährt“, aber im nachhinein wird mir immer noch schwummerig, wenn ich an die technischen Änderungen meines ersten – 1969 gebraucht, 4 Jahre alt, für 2300.- DM gekauften und 10 Jahre während der Ausbildung gefahrenen – immer selbst gewarteten BMW 700 Cabrios denke: Breitere Felgen und Reifen vom Kadett, zusätzliche Spurverbreiterung um 10 mm, ein aus Originaltopf und Abarth-Sport-Endrohren selbstgeschweißter – tief sonor grummelnder – Auspuff, unter 4 jeweils angebrauchten Austauschmotoren für 120.000 km auch mal einer mit gesteigerter Leistung auf damals beachtliche 48 PS, der allerdings auch nur ca. 1200 km über Schweizer Alpenpässe zurück bis kurz vor Hannover hielt. Ein grün-weißes Auto direkt im Rückspiegel ließ jedesmal Puls und  Blutdruck deutlich ansteigen.

Mit dem 2-Zylinder-Motor des BMW sind wir nach einem Pleuelbruch bei Göteborg ( auf dem Weg zum Nordkap ) zurück mit einem noch arbeitenden Kolben mit maximal 50 km/h von Kiel nach Stuttgart gefahren, um dort dann mal wieder den Motor in einem Garagenhof Open Air selbst zu wechseln.

1974 machte die zunehmende Rostentwicklung (wie bei damaligen Autos üblich) eine Bearbeitung erforderlich, die nicht als einfaches Überspritzen ablief, sondern eine Ferienwoche zur weitgehenden Zerlegung der Blechteile und Sanierung der Blasen und Löcher mit Neulackierung auf einen leider ( damals aber sehr modernen ) Gelbton in Anspruch nahm.

Immerhin bin ich im Sommer 1974 mit meiner damaligen Freundin  8 Wochen lang mit diesem Auto, genannt „Flipper“, entlang der spanischen Mittelmeerküste bis nach Tanger/Marokko und über Portugal zurück ohne größere technische Probleme unterwegs gewesen, 1978 sind wir mit dem Wagen gemeinsam noch zum Standesamt gefahren, nach Rückkehr von der Hochzeitsreise mußte ich ihn dann mit 4 Monate überzogenem TÜV mit viel Abschiedsschmerz für 400,- DM verkaufen.

Ich genieße es heute, nicht mehr alle 300 km nach dem Öl gucken zu müssen, sicher zu sein, mit einem völlig verkehrssicheren, werkstattgewarteten, rundum regelmäßig TÜV-gecheckten 08/15-Auto immer dort problemlos anzukommen, wo ich hin will, aber ein bißchen Wehmut bleibt doch in der Erinnerung an die „wilden automobilen Jahre“, wo ein Ohr immer im Motorraum in Erwartung eines dort nicht hingehörenden Geräusches mitfuhr.

Angelika Riechelmann

Mein erstes Auto 1975 war ein 500er Fiat mit schwarzem Faltdach und „Zwischengas“, mein „roter Floh“

 

BU: Angelika Riechelmann und ihr „roter Floh“

„Roter Floh“

Mein erstes Auto 1975 war ein 500er Fiat mit schwarzem Faltdach und „Zwischengas“, mein „roter Floh“. Jeden Tag fuhr ich damit von Bettrum nach Hildesheim zur Arbeit.

Eines Tages, als ich wieder Richtung Innenstadt fuhr, passierte es: Verkehrsbedingt musste ich hinter der Kreuzung Kaiserstraße / Bahnhofsallee stark abbremsen. Die Autofahrerin hinter mir bemerkte dies zu spät, fuhr auf meinen kleinen „Floh“ auf und schob mich noch auf die vor mir stehende Ente. Der Fahrer der Ente stieg aus und sagte: „Können Sie denn nicht aufpassen?“ Ich erwiderte, dass mir jemand hinten drauf gefahren sei und mich auf die Ente geschoben hatte, nur: Hinter mir befand sich kein Auto!

Die Fahrerin war vor Schreck weitergefahren, hatte dann aber doch nach 100 Metern angehalten. Da stand er nun, mein roter „Floh“, hinten und vorne zerknautscht und noch kleiner, als er eh schon war. Das war aber nicht sein Ende. Ich ließ ihn reparieren und wir waren noch ein halbes Jahr lang zusammen unterwegs.

Stefan Langer

Nur zu gut erinnere ich mich an mein erstes Auto: Nostalgie pur – er Polo GLS I

 

 

Wehmütige Erinnerungen an den Polo GLS I

Nur zu gut erinnere ich mich an mein erstes Auto! Ich habe 1987 meinen Führerschein gemacht und da musste recht schnell ein eigenes Gefährt daher, da ich nicht ständig den Wagen meiner Eltern benutzen wollte. Ich war damals Abiturient, hatte mir ein kleines „Vermögen“ zusammengespart, aber außer ein paar Nachhilfestunden, die ich gab, kein weiteres Einkommen. Benzin war damals noch sehr günstig; ich glaube sogar noch unter 1 Mark der Liter… Die Versicherung wurde von meinen Eltern bezahlt.

Irgendwann im Frühjahr 1987 entdeckte ich dann nach vielfältigem Studium der Automarktkleinanzeigen der HAZ einen VW POLO aus Hildesheim. Für 3000 Mark wechselte dieser silberfarbene Kleinwagen in meinen damaligen Wohnort Nordstemmen. Es war ein schickes Modell in der luxuriösen GLS-Ausstattung mit 50 PS aus dem Jahre 1978. Andere Freunde fuhren luftgekühlte Käfer; ich hatte schon ein „modernes“ Auto mit Wasserkühlung. Der Polo brachte mich noch bis zum Ende meiner Schulzeit nach Sarstedt und zum anschließenden Zivildienst.

Leider nagte der Zahn der Zeit in Form von Rost und Verschleiß an dem kleinen VW, auch einen (selbst-) verschuldeten Auffahrunfall erlebte ich mit ihm; aber mit der Hilfe meines Vaters habe ich viel in Eigenarbeit an dem Auto gebastelt – dies ging früher durchaus noch! Im Jahre 1990 ereilte mein Polo leider der Motortod in Form eines Kolbenfressers auf einer Urlaubsfahrt an die Nordsee. Ich konnte ihn dann noch für 600 Mark an einen Bastler verkaufen. Mein Nachfolgemodell war dann wieder ein Polo, der aber leider nicht mehr den Charme meines 70er-Jahre-Autos hatte.

Wenn ich heute mal ein (seltenes) Exemplar vom Polo I in natura sehe, denke ich mit Wehmut an meinen zurück – denn das war mein erstes Auto….

Werner Garbs

So war es eben 1968: Zur Sonntagsausfahrt machte man sich schick – Anzug, weißes Hemd, Krawatte.

 


BU: Für die Sonntagsfahrten mit seiner „Hexe“ hat sich Werner Garbs herausgeputzt.

Die geliebte „Hexe“

So war es eben 1968: Zur Sonntagsausfahrt machte man sich schick – Anzug, weißes Hemd, Krawatte. Das Ziel des Ausfluges wurde anschließend jedermann klar zu erkennen gegeben. Calluna vulgaris hinter das Nummernschild geklemmt – und alle wussten: „Die waren in der Heide“. Hanna, erinnerst du dich?

Ich habe es geliebt, das Fiat 850 Coupé. Spurverbreiterung vorne und hinten jeweils 60 Millimeter, natürlich ohne TÜV-Segen. Für das Tieferlegen sorgte ein Dorfschmied in Dinklar. Die Schraubenfedern hinten mal eben um eine halbe Umdrehung gekürzt, und schon stand der Wagen breit mit negativem Sturz auf der Straße.

1970 brauchte ich Geld für ein Studium, und die „Hexe“ ging weg, schweren Herzens, für 3.000 Mark. Hätte ich diesen kleinen Traumsportwagen doch lieber bei einem Bauern in der Scheune untergestellt…

Wolf-Gerhard Kind

Ich war unheimlich stolz, dieses kleine und sportliche Auto aus England, einen MG Midget, Anfang der 60er Jahre von meinem ersten ersparten Gehalt erstanden zu haben.

 


BU: Sportlich, sportlich: Wolf-Gerhard Kind Anfang der 60er Jahre in seinem MG Midget.

Ein kurzes Vergnügen mit dem MG Midget

Ich war unheimlich stolz, dieses kleine und sportliche Auto aus England, einen MG Midget, Anfang der 60er Jahre von meinem ersten ersparten Gehalt erstanden zu haben. Natürlich baten mich viele meiner Freunde in Stade schon am ersten Tag um eine kleine Probefahrt. Einer dieser Kumpel – leider der, der finanziell immer sehr knapp bei Kasse war – blieb bedrohlich lange mit meinem Wagen weg. Der Grund: Er hatte meine Ersterwerbung in einer scharfen Kurve in einem Dorf im Alten Land gegen eine Mauer gesetzt. Mein MG war also schon keine zwölf Stunden nach dem Kauf reif für die Reparaturwerkstatt. Englische Ersatzteile waren sehr teuer. Mich hatte die unselige Geschichte anschließend nicht nur viel Geld, sondern auch eine Menge Nerven gekostet.

Einige Monate später riss sich auf einer Fahrt zu einem Handballspiel nach Bremerhaven bei etwa 70 km/h die für den kleinen Wagen riesige Motorhaube aus der Verankerung und krachte nach oben. Es klaffte sofort eine große Lücke zwischen Frontscheibe und Armaturenbrett, das nach unten weggedrückt wurde. Gottseidank konnte ich das Auto reaktionsschnell und „im Blindflug“ auf den Standstreifen steuern, da mir die hoch ragende Motorhaube nach vorne jede Sicht nahm. Zwei Wochen danach habe ich den MG verkauft.

Wolf Dieter Lüddecke

1960 – ich war 24 Jahre alt – wurde ich als junger Polizeihauptwachmeister von Hannover nach Hildesheim versetzt. Dort kaufte ich bei „BMW-Seemann“ in der Wallstraße ein weißes BMW-700-Coupé.

 


BU: Stolz auf seinen neuen BMW-700-Coupé: Wolf Dieter Lüddecke im Jahr 1960.

Mit dem BMW und der großen Liebe ins Tessin

1960 – ich war 24 Jahre alt – wurde ich als junger Polizeihauptwachtmeister von Hannover nach Hildesheim versetzt. Dort kaufte ich bei „BMW-Seemann“ in der Wallstraße ein weißes BMW-700-Coupé, ausgestattet mit einem aus einem Motorrad entwickelten Zwei-Zylinder-, luftgekühltem Boxer-Heckmotor. Damals war das ein „heißer Ofen“ und nach vielen Motorrad-Jahren (seit 1951) war ich froh, endlich im Trockenen zu sitzen.

Stolz fuhr ich am Sonntag ins „Vier Linden“ zum Tanztee mit der Musikkapelle Erich Tech. Dort lernte ich ein 17-jähriges Mädchen kennen – es war Liebe auf den ersten Blick. Auf großer Tour mit dem ersten Auto des neuen Freundes: Elke Lüddecke, damals noch Poppe, auf dem St. Gotthard.

Nach dem Tanztee, es regnete stark, bot ich an, sie mit dem Regenschirm nach Hause zu bringen. Vom eigenen Auto sagte ich nichts, denn so konnte ich besser erkennen, ob sie wirklich an mir interessiert war. Die Überraschung gelang: Sie mochte nun mich und das neue BMW-Coupé. Einige Wochen später fuhr die 17-Jährige mit mir trotz heftiger Bedenken mit dem neuen Auto über den St. Gotthard – einen Tunnel gab es noch nicht – zum Zelten auf einen Campingplatz nach Lugano ins Tessin. Die Eltern wurden mit der Notlüge ruhiggestellt, ihre Tochter übernachte im Hotel.

Das BMW-Coupé bestand seine erste Reise mit Bravour und viele Reisen folgten. Folgenlos blieb auch die Zelt-Übernachtung, wenn man davon absieht, dass wir uns in Lugano verlobten, 1961 heirateten und 1965 unsere Tochter geboren wurde. Schade, dass das Kleinwagenmuseum in Störy nicht mehr geöffnet ist. In der Sammlung steht noch heute ein weißes BMW-700-Coupé aus jener Zeit.

BU: Wolf Dieter Lüddecke und seine spätere Frau Elke auf dem Zeltplatz in Lugano (links) und auf großer Tour mit dem ersten Auto des neuen Freundes: Elke Lüddecke, damals noch Poppe, auf dem St. Gotthard.

Carmen Röwer

Mein erstes eigenes Auto war ein VW Käfer, mit dem ich in Berlin, meinem damaligen Wohnsitz, ein sehr seltsames Erlebnis hatte.

 

Unheimliches Erlebnis mit dem VW Käfer

Mein erstes eigenes Auto war ein VW Käfer. Ich hatte eine Weile dafür sparen müssen, obwohl er gebraucht war, und war deshalb ganz stolz, ihn zu besitzen. Die erste Urlaubsreise ging denn auch gleich von Berlin bis nach Mallorca. Ich fuhr über Barcelona und anschließend mit der Fähre weiter. Das war 1972 und die Insel war noch sehr ursprünglich. Toll fand ich, dass es der Käfer über den Brenner schaffte und am Strand auch als Campingauto gut zu gebrauchen war.

Nachdem ich wieder nach Berlin, meinem damaligen Wohnsitz, zurückgekehrt war, hatte ich dann doch ein sehr seltsames Erlebnis. Obwohl oder vielleicht gerade weil das Auto schon damals nicht mehr neu und auch nicht besonders chic war, hatten sich drei Männer den Wagen „vorgeknöpft“. Als ich nämlich am Abend zum Fahrzeug kam, das auf der Strasse parkte, saßen sie im Auto. Einer der drei versuchte gerade es kurz zu schließen. Ich machte die Tür auf und sagte, dass sie bitte aussteigen sollen, weil ich jetzt das Auto brauche. Die Männer murrten zwar, kamen aber Gott sei Dank aus dem Fahrzeug heraus – und ich machte, dass ich fort kam.

Erst im Nachhinein wurde mir etwas beklommen. Dass sie ausgerechnet diesen alten Käfer zum Spazierenfahren klauen wollten, bleibt mir allerdings bis heute ein Rätsel. Es ist alles gut ausgegangen, und meinen Wagen fuhr ich noch einige Jahre, bis ich mir dann einen anderen leisten konnte.

Maria Strohmeyer

Leider gibt es kein Foto von meinem ersten Auto, einem knallgelben VW Käfer. Dafür aber kann ich eine Geschichte erzählen, die sich vor etwa 30 Jahren zugetragen hat.

Käfer „Posti“ und sein trauriges Ende

Leider gibt es kein Foto von meinem ersten Auto, einem knallgelben VW Käfer. Dafür aber kann ich eine Geschichte erzählen, die sich vor etwa 30 Jahren zugetragen hat und die so unglaublich ist, dass sie damals unter der Rubrik „Unsere Glosse“ in der HAZ stand.

Mein Mann stellte den Käfer, den er sich von mir geliehen hatte, am Annenfriedhof an der Schützenallee ab. Als er wiederkam, war der Wagen weg. „Na“, sagte sich mein Mann, „den hat die Polizei abgeschleppt.“ Aber bei der Polizei hatte man zu seiner Überraschung keinen „Vorgang“. Wo war das Auto also geblieben? Etwas alt war es ja schon, aber immerhin. Mein Mann machte sich in der Umgebung selbst auf die Suche und fand den alten Käfer nach einer Weile tatsächlich: an einem Baum zwischen Pferdeanger und Innerste, die Türen aufgebrochen. Ein Abschleppdienst war um diese Zeit nicht mehr zu bekommen, also blieb der Wagen, wo er war. Die Polizei wusste Bescheid, ihr Hauptquartier war nur ein paar hundert Meter entfernt. Dann, nachts gegen zwei, klingelte unser Telefon. Die Polizei war dran: „Ihr Wagen schwimmt jetzt in der Innerste.“ Erschöpft bat mein Mann um „Bergung“ und ging, um sich das durchnässte Fahrzeug anzusehen, das nun gar nichts mehr wert war: Die Rowdys, die ihren „Spaß“ mit dem alten Käfer hatten, hatten auf dem Rücksitz sogar ein Feuer angezündet.

So endet meine Geschichte vom traurigen Ende meines heißgeliebten gelben Käfers – sein Name war übrigens „Posti“. Geblieben ist mir nur das Nummernschild.

Hildesheimer Prominente und ihre ersten Autos

Markus Brinkmann

An sein erstes Auto, einen Opel Kadett City, hat der Landtagsabgeordnete (SPD) nur gute Erinnerungen – brachte ihn das Gefährt doch sicher zu einem legendären Spiel des Hamburger SV

Auf Erfolgstour im Opel Kadett

Eine schreckliche Geschichte fällt mir zu meinem ersten Auto nicht ein – ganz im Gegenteil! Mein Opel Kadett City war zwar keine Luxuskarosse, aber immer ein treuer und verlässlicher Partner. Gekauft habe ich das Auto 1980 oder 1981 – das weiß ich nicht mehr genau.

Gut erinnern kann ich mich allerdings an eine große Tour mit dem Wagen: 1982 bin ich nach München gefahren, um den Hamburger SV gegen Bayern München spielen zu sehen. Die Münchner haben bis zur 70. Minute mit 3:1 geführt – aber am Ende haben die Hamburger doch mit 4:3 gewonnen. Das war also eine erfolgreiche Reise. Wie man auf dem Foto sehen kann, hatte ich sogar einen Aufkleber vom Hamburger Spieler Manfred Kaltz auf dem Heck meines Autos kleben.

1984 oder 1985 habe ich mir dann einen Opel Ascona gekauft, danach nur noch BMWs. Mit denen bin ich übrigens schon öfter mal liegengeblieben – mit meinem Opel Kadett City hingegen nie.

BU: Markus Brinkmann Anfang der 80er Jahre mit seinem Opel Kadett City.

Bernhard Brinkmann

Sein cremeweißer Audi 100 war 1973 der ganze Stolz des Bundestagsabgeordneten (SPD). Auf der ersten großen Fahrt hatte Brinkmann allerdings mit einigen Hindernissen zu kämpfen.

Zwangspause in den Dolomiten

Mein erstes Auto. Ein Audi 100. Jahreswagen. Cremeweiß. Gekauft habe ich mir den Wagen im Mai 1973. Gleich nach der Zulassung ging es auf die erste große Fahrt über den Brenner nach Südtirol.

Aufgrund der seinerzeit herrschenden Ölkrise war es notwendig, dass wir uns vor Fahrtantritt beim ADAC Benzingutscheine kauften, um in Italien an den Tankstellen nicht als „Grenz-Tanker“ abgewiesen zu werden. Womit keiner rechnete, war, dass auch Italien so schwer von der Krise getroffen war, dass die Tankstelle in Bruneck für einige Tage geschlossen war.

An eine Weiterfahrt in die Dolomiten war also nicht zu denken. Mein schöner neuer Wagen musste stehen bleiben. Aber wir machten aus der Not eine Tugend und unternahmen einige Wanderungen im Pustertal. Dort entstand auch das Foto, auf dem der stolze Eigentümer mit seinem Auto zu sehen ist.

1976 gab ich den Wagen an meinen heutigen Kollegen in der SPD-Kreistagsfraktion, Klaus Bruer, ab. Der Wagen hat sich für ihn als so guter Kauf erwiesen, dass er während meiner ersten Kandidatur zum Bundestag auf mancher Wahlkampfveranstaltung gern diese uns verbindende Anekdote zum besten gab.

BU: 1973 kaufte Bernhard Brinkmann sein erstes Auto: einen Audi 100.

Eckart von Klaeden

Mit einem orangefarbenen VW Käfer mit Berliner Kennzeichen fuhr der Staatsminister nach Bonn – just an dem Tag, an dem über die Zukunft des Bundestags entschieden wurde: Bonn oder Berlin…

Mit dem Berliner Käfer im „feindlichen“ Gebiet

Mein erstes Auto, ein Ford Fiesta, war so zuverlässig wie langweilig – so dass es keine Anekdoten gibt. Anders bei meinem zweiten Wagen, den ich mir als Student in Göttingen kaufte. Es war ein orangefarbener Käfer, Sondermodell ‚Jeans‘, der schon damals verschlissene Jeansstoff-Bezüge hatte und dessen Anlasser man ab und zu mit einem Hämmerchen malträtieren musste.

Ich teilte ihn mir mit meiner damaligen Freundin, und er war daher in Berlin zugelassen. Am Tag der Bonn-Berlin-Abstimmung im Bonner Bundestag hatte ich zufällig dort zu tun. Ich bog mit dem Käfer gerade in die Theodor-Heuss-Allee ein, die zum Rhein und dem Bundestag führte, als plötzlich das Abstimmungsergebnis verkündet wurde. Schon auf der Hinfahrt aus Göttingen hatte ich im Autoradio die Debatte verfolgt und hinter Kassel einen ziemlich schlechten Empfang. Ich weiß noch, dass Wolfgang Schäuble und Willy Brandt mich besonders beeindruckt hatten.

Als ich vor einer Ampel jubelnd aus dem Wagen sprang, sahen einige Taxifahrer vom gegenüber liegenden Stand das Berliner Kennzeichen und machten sich mit grimmigen Gesichtern in meine Richtung auf. Ich bin dann schnell wieder in den Wagen gestiegen und die letzten Meter zum Hintereingang des Bundestages gefahren. Dort wartete ich mit anderen Schaulustigen auf die Abgeordneten, war unter den Bonnern als Berlin-Fan aber ziemlich allein. Nach einer Weile traf ich Ronald Pofalla, der zwar für Bonn gestimmt hatte, mich aber trotzdem auf ein Gläschen in sein Büro einlud.

BU: Von seinem orangefarbenen Käfer hat Eckart von Klaeden kein Bild gemacht. Aber so ähnlich dürfte der knallige Wagen ausgesehen haben.

Antje Kuhne

Die Stadtkämmerin und der Trabi, der Zylinderkopfdichtungen „fraß“: Dank ihres ersten Autos für gerade mal 500 Mark „durfte“ Antje Kuhne schon in jungen Jahren Erfahrungen als KfZ-Mechanikerin sammeln.

Der Trabi, der Zylinderkopfdichtungen „fraß“

Mein erstes Auto war ein Trabi, den ich um die Wendezeit herum noch für ein paar Monate fuhr. Er war zehn Jahre alt und „fraß“ Zylinderkopfdichtungen. Im Schnitt brauchte ich eine pro Woche. Da ein Trabi so einfach konstruiert war, bin ich in der Zeit zu meinem eigenen Kfz-Mechaniker geworden.

Es war zwar etwas lästig und ein Trabi war ein furchtbar unbequemes Auto, aber ich war trotzdem stolz darauf, da ich ihn mir von einem meiner ersten Gehälter geleistet hatte. Er kostete allerdings auch nur 500 Mark, da niemand mehr einen Trabi wollte. Mehr konnte ich mir damals aber nicht leisten, da ich zunächst nur einen Aushilfsjob bekommen hatte.

Als ich 1991 meine erste richtige Stelle bekam, habe ich den Trabi verschrottet und mir ein „richtiges Auto“ gekauft: einen ebenfalls ziemlich alten Opel Corsa.

Leider habe ich von meinem Trabi kein Foto gemacht. Allerdings war die Farbe auch scheußlich: irgendetwas zwischen beige und rosa.

BU: So ähnlich sah Antje Kuhnes Trabi aus: eine Mischung aus beige und rosa. Foto: Bundesarchiv

Dirk Schröder

Der Sozialdezernent, ‚Nelson‘ und das Reh auf dem Dach: Dirk Schröder und sein erstes Auto, ein Renault R4 namens ‚Nelson‘, hatten eine recht ungewöhnliche Begegnung mit Bambis Kumpel.

‚Nelson‘ und das Reh auf dem Dach

Mein erstes Auto war ein Renault 4 GTL mit sagenhaften 34 PS und ‚Revolverschaltung‘. Damals hatten Autos noch Namen, meiner hieß ‚Nelson‘. Als sich nach einem Jahr auf einer Kreuzung in Osnabrück mein R4 und ein Mercedes ein wenig zu nah kamen, dachte ich, dass es jetzt doch wohl etwas Ärger zu Hause geben würde…

Meine Mutter kommentierte die Beule im Kotflügel damals allerdings nur mit „schreib das Datum dran, da kommen noch mehr Beulen rein!‘ Ein weiteres Jahr später sollte sie Recht haben: Ein ausgewachsenes Reh sprang auf das Dach. Der R4 war anschließend platt wie eine Flunder, wurde verkauft – und später als Cabrio umgebaut.“

BU: Dirk Schröders erstes Auto ‚Nelson‘ – vor seinem Zusammenstoß mit dem Reh.

Lothar Meyer-Mertel

Der Chef von Hildesheim Marketing hat sein erstes Auto, einen roten Ford Escort, nur ganze zwei Stunden lang besessen. Gelohnt hat es sich für Meyer-Mertel – trotz leichter Blessuren – aber trotzdem

Das „Zwei-Stunden-Auto“

Mein erstes Auto habe ich genau zwei Stunden lang besessen. Eigentlich wollte ich lieber Motorrad fahren, aber meine ganze Verwandtschaft inklusive meiner damaligen Freundin rieten mir aufgrund der damit verbundenen Gefahren ab. Also erwarb ich – das war 1983 – für 800 Mark einen alten Ford Escort.

Ich war bei der ersten Ausfahrt stolz wie der Besitzer einer Oberklassenlimousine, als ein anderes Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit ein Stoppschild überfuhr und mit meinem schwer kollidierte. Mein Wagen wurde zum Totalschaden – und ich erhielt von der gegnerischen Versicherung inklusive einer Schmerzensgeldzahlung wegen einer leichten Verletzung weitaus mehr, als ich selbst für den Ford bezahlt hatte.

Von dem Geld habe ich mir dann ein Motorrad angeschafft – und bin damit viele Jahre lang unfallfrei gefahren.